Gary Farrelly &
Oisin Byrne
Glue
24.01. - 15.03.2015 

Mit Oisin Byrne und Gary Farrelly setzen wir eine Kooperation mit HERE/THERE fort. Die Kuratorinnen Anya von Gösseln and Catherine Bowe setzen sich, als Teil eines fortlaufenden kulturellen Austausches zwischen Deutschland und Irland dafür ein, junge zeitgenössische irische Kunst zu vermitteln. 2013 , nach unserer Ausstellung >> NEXT << , wurde Oliver Russman von der ehemaligen Galeristin Anya von Gösseln (Galerie de Gestlo), nach Irland und New York eingeladen.

Beispiele für die Aktualität Irischer Kunst ist Duncan Campbell, Dublin, der den Turnerpreis 2014 erhielt. Andere irische Künstler, unter anderem Richard Mosse, Orla Barry, Alice Maher, Gerard Byrne, Phil Collins. Oisin Byrne und Gary Farrelly repräsentieren heute die neue, junge Generation irischer Künstler, die die Vorstellungen von der typisch irischen Kultur ironisch kommentieren und auf den Kopf stellen.We are continuing our co-operation with HERE|THERE with an exhibition by Oisin Byrne and Gary Farrelly. Curators Anya von Gosseln and Catherine Bowe, of HERE|THERE, follow a particular brief with this exhibition i.e. to facilitate a frequent cultural exchange between Germany and Ireland featuring mainly younger, but not exclusibvely so, contemporary artists. In 2013, right after our own >> NEXT << exhibition, artist Oliver Russman was invited by Anya von Gosseln (formerly co-owner Galerie de Gestlo) to participate in exhibitions in Ireland and New York.

An example of the growing importance of Irish art in general is the recent winner of the Tuner prize 2014, Duncan Campbell, who hails from Dublin. And to name just a few other artists such as Richard Mosse, Orla Barry, Alice Maher, Gerard Byrne, Phil Collins, Dorothy Cross or Willie Doherty who continue to play an increasingly larger role internationally. Oisin Byrne and Gary Farrelly, on the other hand, represent an even younger generation who comment with irony on the current state of conceivably more typical Irish art and turn it on its head. Die Kuratorinnen Anya von Gosseln und Catherine Bowe , Gründerinnen von HERE/THERE, haben es sich zur Aufgabe gemacht den kulturellen Austausch zeitgenoessischer und noch relativ unbekannter Kunst zwischen Irland und Deutschland, und nicht nur dort, zu ermöglichen. Diese Ausstellung ist die erste in ihrem neuen Programm, die in Deutschland vorgestellt wird. Beide Kuratorinnen haben ihren Wohnsitz in Irland.

>>GLUE << präsentiert Byrne and Farrelly‘s grundverschiedene Arbeitsweisen parallel zueinander. Die hier gezeigten Arbeiten enstanden während einer längeren Zeitspanne und die Ausstellung führt über Farrely‘s ‚‘mail art‘‘ und seinen ‚administrative compositions‘‘ zu Byrne‘s Flaggen und Selbtsbildnissen. Statt eine forcierte Thematik als sogenannten roten Faden zu benutzen, werden beide Arbeitsweisen, wie erwähnt, parallel gezeigt und prallen nur bei der gemeinsamer Filmarbeit aufeinander. Der Dreh-und Angelpunkt der Ausstellung, und zugleich auch ihr Titel, ist der Ausschnitt eines Films der sich momentan noch in Arbeit befindet – GLUE (LEIM).

Im diesem Film spielt Gary Farrelly die Hauptrolle und Byrne fungiert als Regisseur. Durch total unzusammenhängendes Erzählen ensteht eine eigenartige Zone des entweder/oder und weder/oder im konstanten Wechselspiel von freizügig und belehrend. Ein Ausschnitt des Films ist während der Ausstellung hier in Wuppertal zu sehen. Deutsche Untertitel wurden von Anya von Gosseln in „Alltagsdeutsch“ übersetzt, so gut es ging,um die volle Ausdruckskraft der Sprache, das eigenartige daran, und den Humor des Originals möglichst zu erhalten.

Oisin Byrne beschäftigt sich bei seinen Stoffarbeiten/Portraits und der Arbeit mit dem Medium Film hauptsächlich mit Intimität. Der Art von Intimität, die durch Begrenzung des Raumes geschaffen wird und die demenstprechenden dazu gehörenden Regeln emotionaler Hygiene, die schnell erreichbare Intimität und den ach so leichten Bruch derselben. Gary Farrelly, auf der anderen Seite, bringt auf bürokratische Weise,das körperliche ins Spiel. Er erlaubt Postbeamten eine intime Erfahrung durch die Berührung der Oberflächen seiner verschickten Kunst und praktiziert gleichzeitig seine eigene Vorstellung von einer kontrollierbaren Bürokratie des Maßnehmens seiner Selbst.

Es gibt zwei andere Merkmale die beide Künstler verbindet. Das erste ist eine manuelle Fixierung, eine polymorphene Perversität sozusagen. Beide Künstler lieben es etwas selbst herzustellen, aber gleichzeitig auch die maschinelle Produktion. Beide Vorlieben stehen in Verbindung mit einem sehr ausgeprägtem Sinn für Humor, sowohl im sprachlichen, als auch im visuellen Bereich. Es herrscht eine Athmosphäre irgendwo zwischen ‚„crap glamour" und „Do it yourself“- Dekadenz:ein Loslassen von allem gutem Geschmack und seiner Tyrannei.